Was ist Yield bei Sportwetten? Formel & Beispiel
Der Yield macht aus einer Gewinnbehauptung eine vergleichbare Kennzahl. Bei Sportwetten bezeichnet der Yield den prozentualen Nettogewinn oder -verlust im Verhältnis zum gesamten Einsatz: Nettogewinn geteilt durch die Summe aller Einsätze, multipliziert mit 100.
Wer insgesamt 1.000 Einheiten setzt und mit 50 Einheiten Gewinn abschließt, erzielt 5 % Yield. Bei 30 Einheiten Verlust liegt der Yield bei −3 %. So lassen sich Wetthistorien mit unterschiedlichen Bankrolls und Einsätzen vergleichen. Eine Prognose oder Garantie für künftige Ergebnisse ist die Kennzahl jedoch nicht.
Wie berechnet man den Yield bei Sportwetten?
Die Formel lautet: Yield = Nettogewinn ÷ Gesamteinsatz × 100. Der Gesamteinsatz ist die Summe aller gesetzten Einheiten – weder die ursprüngliche Bankroll noch die gesamte Auszahlung aus gewonnenen Wetten. Beim Nettogewinn ist der jeweilige Einsatz bereits abgezogen.
Eine Wette mit 2 Einheiten Einsatz bei Quote 2,00 zahlt im Gewinnfall 4 Einheiten aus: 2 Einheiten Einsatz plus 2 Einheiten Gewinn. Geht sie verloren, beträgt das Nettoergebnis −2 Einheiten. Bei einer annullierten Wette wird der Einsatz in der Regel zurückgezahlt; ihr Gewinn beträgt 0.
| Wette | Quote | Einsatz | Ergebnis | Gewinn |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 1,80 | 2 E | Gewonnen | +1,60 E |
| 2 | 2,10 | 1 E | Verloren | −1,00 E |
| 3 | 1,95 | 3 E | Gewonnen | +2,85 E |
| 4 | 2,40 | 1 E | Verloren | −1,00 E |
| 5 | 1,70 | 2 E | Verloren | −2,00 E |
| 6 | 2,00 | 1 E | Annulliert | 0,00 E |
| 7 | 1,85 | 2 E | Gewonnen | +1,70 E |
| 8 | 2,20 | 1 E | Verloren | −1,00 E |
| 9 | 1,90 | 2 E | Gewonnen | +1,80 E |
| 10 | 2,05 | 1 E | Verloren | −1,00 E |
Bei diesen zehn Wetten werden 16 Einheiten gesetzt und 1,95 Einheiten Nettogewinn erzielt. Die Rechnung lautet 1,95 ÷ 16 × 100 = 12,19 % Yield. Das Ergebnis ist positiv, doch zehn Wetten sind viel zu wenig, um diese Rendite langfristig fortzuschreiben. Schon ein weiterer Verlust mit 3 Einheiten Einsatz würde den Gewinn auf −1,05 Einheiten drücken und den Yield ins Minus drehen.
Yield, ROI, Trefferquote und Gewinn im Vergleich
Im Sportwetten-Alltag werden Yield und ROI häufig gleichbedeutend für die Rendite auf alle Einsätze verwendet. Manche Plattformen beziehen den ROI stattdessen auf die anfängliche Bankroll. Prüfe deshalb immer die angezeigte Formel, bevor du Werte verschiedener Anbieter vergleichst. Tippium berechnet die Leistungskennzahlen automatisch aus der tatsächlich erfassten Wetthistorie.
- Yield: Gewinn im Verhältnis zum gesamten gesetzten Volumen.
- Gewinn: Nettoergebnis in Euro oder Einheiten.
- Trefferquote: Anteil der gewonnenen Wetten; die Quoten der Treffer berücksichtigt sie allein nicht.
- Durchschnittsquote: Sie ordnet ein, welche Trefferquote zum Erreichen der Gewinnschwelle nötig war.
Zwei Tipster können jeweils 20 Einheiten gewonnen haben und dennoch sehr unterschiedlich rentabel sein. Bei 400 gesetzten Einheiten beträgt der Yield 5 %, bei 1.000 gesetzten Einheiten nur 2 %. Der absolute Gewinn ist gleich, doch das erste Profil verdiente mehr pro riskierter Einheit.
Auch die Trefferquote kann ohne Quoten täuschen. Bei einer Durchschnittsquote von 1,50 sind ungefähr 66,7 % Treffer für die Gewinnschwelle nötig; bei Quote 2,50 reichen rund 40 %. Deshalb solltest du beim Vergleich seriöser Tipster Yield, Quote und Stichprobengröße gemeinsam betrachten.
Was ist ein guter Yield bei Sportwetten?
Es gibt keinen universellen Prozentsatz, der eine Wetthistorie automatisch „gut“ macht. 4 % Yield über 800 verifizierte Wetten liefern deutlich mehr Aussagekraft als 25 % über 12 Wetten. Je spektakulärer der Wert, desto genauer solltest du Stichprobengröße, tatsächlich verfügbare Quoten und die Konstanz der Einsätze prüfen.
Stelle dir dazu folgende Fragen:
- Wie viele Wetten fließen in die Berechnung ein?
- Welchen Zeitraum deckt die Wetthistorie ab?
- Sind sämtliche Gewinne und Verluste enthalten?
- Waren die angegebenen Quoten verfügbar und vor dem Event erfasst?
- Erklärt ein ungewöhnlich hoher Einsatz einen Großteil des Gewinns?
Angenommen, ein Profil erzielt 30 Einheiten Gewinn auf 600 gesetzte Einheiten, also 5 % Yield. Stammen 20 dieser Einheiten aus einer einzigen Wette mit 10 Einheiten Einsatz, ist das Ergebnis stärker konzentriert als bei einem Profil, das denselben Gewinn mit Einsätzen von 1 bis 2 Einheiten erreicht hat. Der Endwert braucht immer Kontext.
So nutzt du den Yield beim Tipster-Vergleich
Verlange zuerst eine Wetthistorie, die sich im Nachhinein nicht auswählen oder schönen lässt. Im öffentlichen Tippium-Ranking wird jeder Tipp vor dem Event mit Quote und Einsatz erfasst; geschlossene Einträge können nicht bearbeitet werden. Unter So verifiziert Tippium Statistiken erfährst du, welche Daten gespeichert werden und warum auch Verluste erhalten bleiben.
Vergleiche anschließend ähnliche Profile: verwandte Sportarten und Märkte, aussagekräftige Zeiträume und ein ungefähr vergleichbares Wettvolumen. Lies den Yield zusammen mit Gewinn in Einheiten, Trefferquote, Durchschnittsquote, Serien und Tippfrequenz. Auch ein historischer Yield von 6 % kann mehrere Verlustmonate enthalten. Eine profitable Vergangenheit macht die nächste Wette nicht sicher.
Der Yield beantwortet die Frage: „Wie viel wurde pro gesetzter Einheit verdient?“ Er beantwortet nicht: „Wie viel werde ich morgen gewinnen?“
Auch deine Ausführung entscheidet. Ist ein Tipp mit Quote 2,00 erfasst, du erhältst aber regelmäßig nur 1,80, fällt dein Ergebnis schlechter aus. Erhöhst du nach Verlusten spontan den Einsatz, folgst du nicht mehr demselben Risikomuster. Ein festes Bankroll-Management nach Einheiten macht deine eigene Bilanz besser vergleichbar.
Häufige Fragen zum Yield
Bedeutet ein positiver Yield, dass ich Geld gewinnen werde?
Nein. Er beschreibt nur das Ergebnis einer vergangenen Stichprobe. Quoten ändern sich, Varianz ist unvermeidbar und frühere Ergebnisse garantieren keine künftigen Gewinne.
Zählen annullierte Wetten beim Yield mit?
Sie tragen üblicherweise 0 zum Gewinn bei. Wie der zurückgezahlte Einsatz behandelt wird, kann je nach Plattformkonvention variieren. Vergleiche daher nur Wetthistorien mit derselben Formel.
Warum kann der Yield fallen, obwohl der Gewinn steigt?
Das gesetzte Volumen kann schneller wachsen als der Gewinn. Der Sprung von +10 Einheiten auf 100 gesetzte Einheiten zu +15 auf 300 erhöht den Gewinn, senkt den Yield aber von 10 % auf 5 %.
Nur für Personen ab 18 Jahren. Sportwetten bergen Verlustrisiken – spiele verantwortungsvoll.