Draw No Bet oder Doppelte Chance: Was ist der Unterschied?
Draw No Bet und Doppelte Chance behandeln ein Unentschieden unterschiedlich. Bei Draw No Bet bekommst du deinen Einsatz zurück und erzielst keinen Gewinn. Bei einer Doppelten Chance, die das Unentschieden einschließt, ist derselbe Spielausgang ein Gewinn zur angenommenen Quote. Verliert die ausgewählte Mannschaft, können beide Varianten den gesamten Einsatz verlieren. Der Unterschied besteht deshalb sowohl in den abgedeckten Ergebnissen als auch im Preis dieser Abdeckung.
Eine wichtige Ausnahme innerhalb der Doppelten Chance heißt 12. Diese Auswahl gewinnt, wenn eine der beiden Mannschaften gewinnt, und verliert bei einem Unentschieden. Sie schützt also gerade nicht vor dem Remis. Alle folgenden Zahlen sind hypothetische Beispiele mit Dezimalquoten für Einzelwetten, ohne Bonusbedingungen oder zusätzliche Gebühren. Sie erklären die Abrechnung und sind keine Empfehlung für eine bestimmte Wette.
Was Draw No Bet tatsächlich bedeutet
Bei Draw No Bet, kurz DNB, wählst du eine Mannschaft. Gewinnt sie innerhalb des vereinbarten Zeitraums, wird die Wette zur angenommenen Quote abgerechnet. Bei einem Unentschieden kommt der Einsatz zurück. Bei einer Niederlage ist der Einsatz verloren. Smarkets beschreibt das asiatische Handicap null bei der gewöhnlichen Abrechnung ebenfalls als Entsprechung zu DNB. Dafür müssen jedoch Ereignis, Zeitraum und geltende Bedingungen übereinstimmen.
Eine Rückzahlung ist kein Nettogewinn
Du setzt 2 Einheiten ein und erhältst nach einem Remis 2 Einheiten zurück. Dein Nettoergebnis ist null. Zurückgezahlter Einsatz ist kein Gewinn. Die gesamte Auszahlung ist das, was du erhältst; für den Gewinn oder Verlust musst du den ursprünglichen Einsatz davon abziehen. Das gilt auch dann, wenn die Oberfläche den zurückgekommenen Betrag besonders auffällig darstellt.
Die Rückzahlung betrifft nur diese Wette. Sie erstattet weder Verluste aus anderen Spielen noch den Preis eines Abonnements für Tipps. Dass Geld wieder verfügbar ist, sagt noch nichts über einen erwirtschafteten Gewinn aus. Halte Rückzahlungen deshalb im eigenen Protokoll getrennt von erfolgreichen Wetten mit positivem Ergebnis fest.
Die drei Varianten der Doppelten Chance
Die Doppelte Chance verbindet jeweils zwei Ergebnisse des Dreiwegmarktes. Die 1 steht für einen Heimsieg, das X für das Unentschieden und die 2 für einen Auswärtssieg. Entsprechend gewinnt 1X bei Heimsieg oder Remis, X2 bei Remis oder Auswärtssieg und 12 bei einem Sieg einer beliebigen Mannschaft. Der Fußballratgeber von bet365 unterscheidet diese Möglichkeiten von DNB. Maßgeblich bleiben die Bedingungen des tatsächlich angenommenen Marktes.
Die Ziffern bedeuten nicht Favorit und Außenseiter. Spielt der Favorit auswärts, gehört er zur 2. Die Auswahl für seinen Sieg oder ein Unentschieden lautet dann X2. Auf neutralem Platz und bei abgekürzten Mannschaftsnamen lohnt sich ein genauer Blick auf die Reihenfolge im Wettschein. Ein guter sportlicher Gedanke hilft nicht, wenn versehentlich die andere Seite ausgewählt wurde.
Zwei Ergebnisse bedeuten nicht automatisch zwei Drittel
Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg müssen keineswegs gleich wahrscheinlich sein. Zwei abgedeckte Ergebnisse ergeben deshalb nicht automatisch eine Trefferwahrscheinlichkeit von 66,7 Prozent. Außerdem gewinnt ein Remis nur bei 1X oder X2. Bei 12 ist es der verlorene Ausgang. Der allgemeine Marktname allein reicht nicht, um zu wissen, was der Schein auszahlt.
Diese Übersicht trennt zunächst die vier Auswahlen ohne konkrete Preise. DNB bezieht sich hier auf die Heimmannschaft.
| Spielausgang | Heim DNB | 1X | X2 | 12 |
|---|---|---|---|---|
| Heimsieg | Gewinnt | Gewinnt | Verliert | Gewinnt |
| Unentschieden | Erstattet | Gewinnt | Gewinnt | Verliert |
| Auswärtssieg | Verliert | Verliert | Gewinnt | Gewinnt |
Eine Abrechnungstabelle mit gleichem Einsatz
Wir vergleichen 2 u auf die Heimmannschaft mit DNB zur Quote 1,80 und 2 u auf 1X zur Quote 1,40. Die Quoten sind erfunden und stellen kein aktuelles Angebot dar. Die Auszahlung enthält den ursprünglichen Einsatz, das Nettoergebnis zieht ihn ab.
| Spielausgang | Auszahlung DNB | Netto DNB | Auszahlung 1X | Netto 1X |
|---|---|---|---|---|
| Heimsieg | 3,60 u | +1,60 u | 2,80 u | +0,80 u |
| Unentschieden | 2 u | 0 u | 2,80 u | +0,80 u |
| Auswärtssieg | 0 u | −2 u | 0 u | −2 u |
Beim Heimsieg bringt DNB in diesem Beispiel 0,80 u mehr. Beim Unentschieden bringt 1X dagegen 0,80 u mehr. Gewinnt die Auswärtsmannschaft, verlieren beide Wetten 2 u. Es gibt keine teilweise Erstattung allein deshalb, weil eine Auswahl vorsichtig klang. Der nicht abgedeckte Ausgang führt hier weiterhin zum vollständigen Verlust.
Bei einer beispielhaften Einheit von 25 € entsprechen +0,80 u einem Gewinn von 20 € und −2 u einem Verlust von 50 €. Ein anderer Wert pro Einheit verändert die Eurobeträge, aber nicht das Ergebnis in Einheiten. Diese Reihenfolge verhindert, dass ein höherer Geldeinsatz mit einer besseren Leistung des Marktes verwechselt wird.
Warum zusätzliche Abdeckung keinen Wert beweist
Abdeckung und Quote müssen zusammenpassen. Eine Doppelte Chance kann häufig treffen und trotzdem zu wenig für die möglichen Verluste zahlen. Eine höhere DNB-Quote kann ebenfalls ungünstig sein, wenn du die Siegchance überschätzt. Für einen sinnvollen Vergleich brauchst du die Gewinne und Verluste in allen drei Fällen sowie begründbare Annahmen über deren Wahrscheinlichkeit.
Zwei Rechenbeispiele mit unveränderten Quoten
Nehmen wir 45 Prozent Heimsieg, 30 Prozent Unentschieden und 25 Prozent Auswärtssieg an. Das sind erfundene Annahmen zur Erklärung, keine festgestellten Wahrscheinlichkeiten. Mit unseren Beispielquoten beträgt das erwartete DNB-Nettoergebnis pro eingesetzter Einheit 0,45 × 0,80 − 0,25 = +0,11 u. Das Remis trägt null bei. Bei 1X lautet die Rechnung 0,75 × 0,40 − 0,25 = +0,05 u.
Jetzt ändern wir nur die Annahmen: 35 Prozent Heimsieg, 40 Prozent Unentschieden und weiterhin 25 Prozent Auswärtssieg. Für DNB ergibt sich 0,35 × 0,80 − 0,25 = +0,03 u je Einheit. Bei 1X bleibt es bei +0,05 u, weil Heimsieg und Remis zusammen noch immer 75 Prozent ausmachen. Die Reihenfolge dreht sich um, obwohl die Quoten gleich bleiben.
Damit ist keine Methode gefunden, die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten zu kennen. Eine zu optimistische Schätzung liefert trotz richtiger Rechenoperation ein irreführendes Ergebnis. Selbst eine vertretbare Schätzung verhindert nicht, dass die einzelne Wette verliert. Nutze das Beispiel nicht als Anlass, den Einsatz spontan zu erhöhen oder einen früheren Verlust zurückholen zu wollen.
Vor dem Preisvergleich den Zeitraum prüfen
Zwei Schaltflächen mit demselben Mannschaftsnamen können unterschiedliche Zeiträume betreffen: die reguläre Spielzeit, eine Halbzeit oder einen ausdrücklich bezeichneten Abschnitt. Bei einem K.-o.-Duell sind Weiterkommen und ein Sieg innerhalb des vereinbarten Wettzeitraums verschiedene Ereignisse. Eine Mannschaft kann weiterkommen, obwohl der Zeitraum auf dem Wettschein unentschieden endet.
Gehe nicht automatisch davon aus, dass Verlängerung und Elfmeterschießen zählen, nur weil der Wettbewerb einen Sieger braucht. Lies die vollständige Marktbezeichnung und die zugehörigen Regeln. Notiere den Zeitraum bei der Auswahl. Bei Verschiebung oder Abbruch musst du ebenfalls die Bedingungen des jeweiligen Anbieters und Produkts prüfen. Dafür legt dieser Artikel keine allgemeingültige Regel fest.
Auch der Zeitpunkt der Beobachtung beeinflusst den Vergleich. Eine DNB-Quote von gestern und eine 1X-Quote nach Veröffentlichung der Aufstellung können verschiedene Informationen berücksichtigen. Der Artikel zum Closing Line Value erklärt den Vergleich mit späteren Preisen. Zuerst muss aber feststehen, dass die Marktdefinition und die Abrechnungsbedingungen unverändert sind.
Einen Tipp übernehmen, ohne den Vertrag zu verändern
Ein Tipster veröffentlicht „Heim DNB zu 1,80“. Du findest nur 1X zu 1,40 und nimmst diese Alternative. Deine Einschätzung zur Mannschaft mag ähnlich sein, doch die Wette ist eine andere. Ein Remis gewinnt nun und ein Heimsieg bringt im Beispiel weniger Gewinn. Dein eigenes Protokoll muss deshalb die tatsächlich angenommene Auswahl und Quote enthalten.
Dasselbe gilt für Handicaplinien nahe null. Null kann unter passenden gewöhnlichen Bedingungen DNB entsprechen. −0,25 teilt den Einsatz dagegen auf null und −0,5 auf; bei einem Remis entsteht dadurch ein Teilverlust. Ähnliche Beschriftungen machen zwei Scheine nicht austauschbar. Eine nicht verstandene oder nicht verfügbare Auswahl auszulassen ist eine mögliche Entscheidung.
Diese Angaben brauchst du für die spätere Prüfung
- Die Mannschaft und die vollständige Auswahl: Heim DNB, 1X, X2 oder 12.
- Den vereinbarten Zeitraum, den Anbieter und die Annahmezeit.
- Die tatsächlich angenommene Quote und den Einsatz in Einheiten.
- Das relevante Spielergebnis, die bestätigte Auszahlung und das Nettoergebnis.
- Den Grund einer Rückzahlung, getrennt von einem gewonnenen Tipp.
Der Leitfaden zum Dokumentieren eigener Tipps und Ergebnisse behandelt dieses Vorgehen ausführlicher. Für den vorliegenden Vergleich ist ein Eintrag wie „Heim abgesichert“ zu ungenau. Er verrät nicht, ob das Unentschieden gewinnen, verlieren oder den Einsatz zurückgeben sollte. Ohne diese Information lässt sich die Abrechnung später nicht zuverlässig nachvollziehen.
Rückzahlungen in Statistiken nicht zu Siegen machen
Stell dir zehn DNB-Wetten mit jeweils 1 u vor: vier Siege zu 1,80, drei Niederlagen und drei Rückzahlungen nach Unentschieden. Das Gesamtergebnis beträgt 4 × 0,80 − 3 = +0,20 u. Die drei Rückzahlungen tragen null bei. Sieben Siege zu melden würde den Unterschied zwischen Gewinn und bloßer Rückgabe des Einsatzes verstecken. Eine Trefferquote braucht daher eine erkennbare Regel für ungültige beziehungsweise zurückgezahlte Wetten.
Vergleiche bei einer Auswertung Nettoeinheiten, gesamtes Einsatzvolumen und die Zuordnung der Ergebnisse. Viele kleine Gewinne können durch wenige vollständige Verluste verschwinden. Ein lesbarer Verlauf mit den genauen Märkten zeigt diese Verteilung besser als ausgewählte Bilder gewonnener Wettscheine.
Im Tipster-Verzeichnis von Tippium kannst du verfügbare Profile und Verläufe ansehen. Tippium dient zur Veröffentlichung und zum Verfolgen von Tipps sowie für Abonnements. Die Plattform nimmt keine Wetten an und entscheidet nicht über Erstattungen deines Wettanbieters. Es gibt automatische Profile und Demonstrationsdaten. Angezeigte Zahlen belegen deshalb keine tatsächlich erzielten Geldgewinne; eine bestätigte Identität bescheinigt ebenfalls keine Rentabilität.
Die Entscheidung anhand von drei Ausgängen prüfen
Schreibe vor einer Bestätigung den Nettobetrag bei Sieg, Unentschieden und Niederlage auf. Prüfe anschließend Zeitraum, Preis und Einsatz. Falls du die Auswahl nur mit dem Wort sicher rechtfertigen kannst, lies noch einmal die Zeile mit dem vollständigen Verlust. Diese Möglichkeit bleibt in unseren beiden Beispielen bestehen.
Wechsle nicht allein wegen einer Quote den Markt. DNB gibt den Einsatz bei einem Remis zurück; 1X und X2 gewinnen beim Remis; 12 verliert dabei. Diese Unterscheidung hilft beim Lesen einer Empfehlung. Sie beweist weder einen günstigen Preis noch einen zukünftigen Gewinn.
Wenn du vor der Wahl eines Autors beobachten möchtest, wie Auswahlen beschrieben werden, kannst du ein Tippium-Konto erstellen und öffentliche Tipps kostenloser Profile verfolgen. Aktive Premium-Tipps benötigen ein Abonnement. Bewahre unabhängig davon die Angaben zu der Wette auf, die du bei einem externen Anbieter tatsächlich annimmst.
Wetten können zu Geldverlusten führen. Dieser Text dient der Information. Setze Grenzen für Geld und Zeit, jage Verlusten nicht hinterher und höre auf, wenn du die Kontrolle verlierst.
